{"id":157,"date":"2015-02-23T08:10:08","date_gmt":"2015-02-23T07:10:08","guid":{"rendered":"http:\/\/ufss.de\/?p=157"},"modified":"2015-03-09T18:59:59","modified_gmt":"2015-03-09T17:59:59","slug":"weniger-steuern-mehr-netto-vom-brutto","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ufss.de\/?p=157","title":{"rendered":"Weniger Steuern &#8211; Mehr Netto vom Brutto"},"content":{"rendered":"<p>23.02.2015 Sie sind hochqualifiziert und m\u00f6chten Steuern sparen? Dann wenden Sie sich am besten an einen Headhunter. Dieser vertritt die Interessen eines Unternehmens das sie dringend braucht. Er wird Ihnen nicht nur zu einem h\u00f6heren Gehalt, sondern auch zu enormen Steuervorteilen verhelfen. Das hei\u00dft: Kinderbetreuung statt Gehaltserh\u00f6hung, einen Dienstwagen auch zur privaten Nutzung (Fahrkosten werden nicht steuerlich belastet), mehr Geld f\u00fcr die Gesundheit (Fitness), \u00dcbernahme von Telefonkosten. Steuerfreie Gehaltsextras: Sachzuwendungen, Hilfszahlungen, Sehhilfe, Lotto, R\u00fcckentherapie, Werbungskosten, Benzin Gutscheine, Belegschaftsrabatte und Sprachkurse &#8211; nat\u00fcrlich alles steuerfrei.<!--more--><\/p>\n<p>Wer nicht zu den gl\u00fccklichen Steuer-Vermeidern geh\u00f6rt, sondern zum Heer der ganz normalen Steuerzahler, kann nicht auf Steuersenkungen hoffen, da das Budget des Staates diese nicht zul\u00e4sst.  Dazu bedarf es konkreter Vorstellungen, um mehr Steuergerechtigkeit durch eine  Steuerreform zu erreichen. Deutschland ist in Europa das Niedriglohnland Nummer eins. Die Arbeitnehmer erhalten die niedrigsten L\u00f6hne und arbeiten bis zum 10. Juli eines Jahres f\u00fcr Sozialabgaben. Der Graben zwischen Armen und Reichen wird immer gr\u00f6\u00dfer. Die \u201eUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit\u201c (UfSS) steht f\u00fcr eine gro\u00dfe Steuerreform, die von bisherigen Regierungen immer wieder verschoben wurde.<\/p>\n<p>Die Arbeitnehmerentgelte (Volksverm\u00f6gen) lagen 2013 bei 1.418,05 Mrd. Euro. Darin enthalten sind Sozialbeitr\u00e4ge der Arbeitnehmer in H\u00f6he von 255,20 Mrd. Es verbleiben nur 187,24 Mrd. Euro oder 13,02 Prozent Lohn- und Einkommensteuern in die Staatskasse. Geht man von einem Eingangssteuersatz von 14 Prozent und einem Spitzensteuersatz von 45 % aus, ist es Otto Normalverbraucher kaum zu erkl\u00e4ren, warum nur 13,2 % \u00fcbrig bleiben. Die Steuereinnahmen werden durch den Grundfreibetrag von 8.472 Euro,  Kinderfreibetrag von 4.368 Euro, km-Pauschale,  Erbschaftssteuerfreibetrag, Schenkungssteuerfreibetrag und Abschriften gemindert.<\/p>\n<p>Die UfSS stimmt f\u00fcr folgende \u00c4nderungen: Eingangssteuersatz 10 % und einen Spitzensteuersatz von 30 Prozent bis zur letzten Tarifzone von 60.000 Euro. Einkommen von 60.001 Euro bis 150.000 Euro 40 Prozent und Einkommen ab 250.000 mit 50 Prozent zu besteuern (ab 2007 zahlen sie 42% plus 3 % Reichensteuer). Lohn- und Einkommensteuern sind Grundsteuern. Das hei\u00dft, sie greifen vorrangig vor allen anderen Abgaben, die Lohnsteuereinnahmen schm\u00e4lern. Gleichzeitig werden Grundfreibetr\u00e4ge an ein Gehalt bis 150.000 Euro gekoppelt. Das Ziel: Steuergerechtigkeit zu erzielen und die Finanzelite st\u00e4rker an den Kosten des Staates zu beteiligen.<\/p>\n<p>Es werden folgende Effekte erwartet: H\u00f6here Steuereinnahmen, eine wesentliche Vereinfachung des Steuersystems und ein deutlicher Anstieg der Binnennachfrage. Au\u00dferdem wird f\u00fcr die Abschaffung des Soli gestimmt, da er seiner urspr\u00fcnglichen Bestimmung nicht mehr gerecht wird. Die Aussage, dass dieses Geld ersatzweise f\u00fcr andere Ausgaben erforderlich wird, ist sozial verwerflich.<\/p>\n<p>Der Spitzensteuersatz wurde seit 1989 von 56 % auf 42\/45 % gesenkt. Die Entwicklung der Eckwerte sowie der Eingangs- und Spitzensteuers\u00e4tze im deutschen Einkommensteuertarif tr\u00e4gt dazu bei, dass die Steuereinnahmen weiter sinken. Diese Angaben sind jedoch alleine noch nicht ausreichend f\u00fcr ein ganzheitliches Verst\u00e4ndnis der Steuerbelastung der verschiedenen Einkommensgruppen. Dazu muss neben dem Grundfreibetrag zus\u00e4tzlich der Tarifverlauf der Grenz- und Durchschnittssteuers\u00e4tze betrachtet werden.<\/p>\n<p>Im Zeitraum von 1975 bis 2015 wurde der Grundfreibetrag von 3.029 Euro auf 8.354 Euro erh\u00f6ht. Gleichzeitig ging der Eingangssteuersatz von 22 % auf 14 % zur\u00fcck.  Der Beginn der letzten Tarifzone wurde von 66. 478 Euro auf 52.882 Euro reduziert und zus\u00e4tzlich der Spitzensteuersatz von 56 % auf 45 %, inklusiv 3 % Reichensteuer,  gesenkt (Quelle: BMF).<\/p>\n<p>Diese Entwicklung tr\u00e4gt dazu bei, dass der Bereich Arbeitsmarkt und Renten mit j\u00e4hrlich 123 Milliarden Euro bezuschusst wird, wobei die Kosten f\u00fcr die M\u00fctterrente und abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren nicht enthalten sind, da sie statistisch noch nicht vorliegen. Seit 2000 betr\u00e4gt der Solidarit\u00e4tszuschlag 5,5 Prozent der Einkommensteuer.<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011-2012 stellte der \u00d6ffentlichkeit im Mai 2010 ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Finanzrahmen von 275 Milliarden Euro vor, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Sie stimmt f\u00fcr die vorgeschlagene Steuerreform. Wenn das Parlament diese nicht durchsetzen kann, sollte eine Volksbefragung dar\u00fcber entscheiden. <\/p>\n<p>Union f\u00fcr Soziale Sicherheit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23.02.2015 Sie sind hochqualifiziert und m\u00f6chten Steuern sparen? Dann wenden Sie sich am besten an einen Headhunter. Dieser vertritt die Interessen eines Unternehmens das sie dringend braucht. 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