{"id":160,"date":"2015-02-25T00:22:42","date_gmt":"2015-02-24T23:22:42","guid":{"rendered":"http:\/\/ufss.de\/?p=160"},"modified":"2015-03-09T18:59:43","modified_gmt":"2015-03-09T17:59:43","slug":"bafoeg-geschenkte-darlehen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ufss.de\/?p=160","title":{"rendered":"BAf\u00f6G  \u2013 Geschenkte Darlehen"},"content":{"rendered":"<p>Eine Millionen Studierende dr\u00e4ngten 2011 in die Universit\u00e4ten. Zwei Jahrg\u00e4nge und Jugendliche, die nicht mehr als Wehrpflichtige eingezogen werden. Eine ad-hoc Entscheidung ohne jahrelange, sorgf\u00e4ltige Planung. Viele wurden von den Universit\u00e4ten zur\u00fcckgewiesen da Pl\u00e4tze fehlen. Die St\u00e4dte und Gemeinden sind \u00fcberfordert ad\u00e4quaten Wohnraum zur Verf\u00fcgung zu stellen. Es fehlt an vielen Ecken und Kanten. <!--more--><\/p>\n<p>Ab 2015 \u00fcbernimmt der Bund die Kosten f\u00fcr die Ausbildungsf\u00f6rderung BAf\u00f6G. Dies ist zentraler Teil einer Einigung von Bund und L\u00e4ndern zur Bildungsfinanzierung. Der Schritt entlastet die L\u00e4nder nach jetzigem Stand j\u00e4hrlich um 1,17 Milliarden Euro. Den Bund koste die BAf\u00f6G-Novelle weitere 625 Millionen Euro. Die alte und neue Regelung dient der Bildung einer breiten Volksschicht. Bei den Kosten wird die Handhabung bei der R\u00fcckzahlung von BAf\u00f6G-Darlehen kritisiert.<\/p>\n<p>Wie das Statistische Bundesamt meldet, erhielten 323.808 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler insgesamt 853 Millionen Euro F\u00f6rdermittel. 592.430 Studierende bekamen 2.019 Milliarden Euro Baf\u00f6g. Der monatliche F\u00f6rderungsbetrag lag bei 357 bzw. 436 Euro. Die Eltern von 130.776 Studierenden hatten 2009 ein Jahreseinkommen von 50 bis 75.000 Euro. Es wurden Darlehen genehmigt, bei denen die Einkommen der Eltern im hohen 5-stelligen bis zum 6-stelligen Einkommen lagen.<\/p>\n<p>Die Ausgaben f\u00fcr das Studierenden-BAf\u00f6G bis 2000 werden unter der Funktion 142 und 143 der Finanzstatistik nachgewiesen. Demnach belief sich das Delta der Darlehen 2008 insgesamt auf 1,8 Mrd. Euro (Bund und L\u00e4nder). Das bedeutet, dass 108.000 Studenten ein Darlehen von 10.000 Euro in Anspruch genommen haben. Zahlen Sie nach 3 Jahren die Kredite ratenweise und unverzinst zur\u00fcck, haben sie die M\u00f6glichkeit, die restliche Summe in einer Rate zur\u00fcckzuzahlen und erhalten dann einen Nachlass von 50 %. <\/p>\n<p>Ab 2001 gilt: F\u00fcnf Jahre nach dem Ende der F\u00f6rderungsh\u00f6chstdauer beginnt die R\u00fcckzahlungsverpflichtung. Hat ein Darlehnsnehmer w\u00e4hrend des Studiums auch einen Bankkredit nach \u00a7 18c BAf\u00f6G in Anspruch genommen, so ist dieser zuerst zur\u00fcckzuzahlen. Erst danach beginnt die R\u00fcckzahlung des zinslosen Baf\u00f6g-Darlehens. Nur bei Zahlungsr\u00fcckstand wird das Darlehen in H\u00f6he der gesamten jeweiligen Restschuld mit 6. v. H. verzinst. Betr\u00e4gt die Restschuld eines Darlehens 24.000 Euro und wird in einer Summe zur\u00fcckgezahlt, erh\u00e4lt der Schuldner 10.000 Euro Nachlass.<\/p>\n<p>Ohne Frage bringen die F\u00f6rderungsma\u00dfnahmen, von Bund und L\u00e4ndern getragen, hohe finanzielle Belastung mit sich, insbesondere f\u00fcr Studierende. Die nachhaltige Bildungsrendite ist positiv zu bewerten und f\u00fchrt zu h\u00f6heren Einkommen und h\u00f6heren Steuereinnahmen. Mit Abschluss des Studiums werden sie in die Lage versetzt, sich Berufe des gehobenen Anspruchs auszusuchen. Ihre besondere Stellung f\u00fchrt fast automatisch zu besseren Einkommensverh\u00e4ltnissen. Das trifft f\u00fcr die Bereiche Architektur, Wissenschaft, Bauingenieure, Juristen, Volkswirte, Maschinenbau, Medizin, Juristen, Theologen und viele andere zu. Sie k\u00f6nnen promovieren. <\/p>\n<p>Unter diesen Voraussetzungen sind diese Personen auch in der Lage die Darlehen mit monatlichen Raten von 105 Euro  zur\u00fcckzuzahlen oder den Rabatt in Anspruch zu nehmen. Bei Arbeitslosigkeit, Regelsatz-Empf\u00e4ngern und Fr\u00fchrentnern kann Ratenzahlung ausgesetzt oder gestrichen werden, bis die Einkommensverh\u00e4ltnisse geregelt sind. Die Initiative Agenda 2011-2012 forderte von Annette Schavan die R\u00fcckzahlungsrabatte auf Darlehen abzuschaffen.<\/p>\n<p>Ihre Stellungname: \u201eEs ist in der wirtschaftlichen Betrachtungsweise der \u00f6ffentlichen Haushalte daher immer noch g\u00fcnstiger, mit \u00fcberproportional hohen Nachl\u00e4ssen besonders hohe R\u00fcckzahlungssummen sehr viel fr\u00fcher vereinnahmen zu k\u00f6nnen, als f\u00fcr den gesamten R\u00fcckzahlungszeitraum auf die ungek\u00fcrzte (aber durch Inflation und Refinanzierungskosten schlie\u00dflich wirtschaftlich deutlich geringere) Gesamtr\u00fcckzahlungssumme zu warten\u201c.<\/p>\n<p>Wenn diese Einstellung im Parlament und in der Europ\u00e4ischen Union Schule macht w\u00e4re zu bef\u00fcrchten, dass Griechenland weitere 110 Milliarden Euro geschenkt w\u00fcrden, auf Kosten von Banken, und die EZB mit ihrem Aufkaufprogramm f\u00fcr faule Anleihen die restlichen 110 Mrd. Euro \u00fcbernimmt. <\/p>\n<p>Union f\u00fcr Soziale Sicherheit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Millionen Studierende dr\u00e4ngten 2011 in die Universit\u00e4ten. Zwei Jahrg\u00e4nge und Jugendliche, die nicht mehr als Wehrpflichtige eingezogen werden. Eine ad-hoc Entscheidung ohne jahrelange, sorgf\u00e4ltige Planung. Viele wurden von den Universit\u00e4ten zur\u00fcckgewiesen da Pl\u00e4tze fehlen. 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