{"id":637,"date":"2015-12-03T09:39:41","date_gmt":"2015-12-03T08:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/ufss.de\/?p=637"},"modified":"2015-12-03T09:39:41","modified_gmt":"2015-12-03T08:39:41","slug":"guenther-jauch-an-der-politik-gescheitert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ufss.de\/?p=637","title":{"rendered":"G\u00fcnther Jauch an der Politik gescheitert"},"content":{"rendered":"<p>03.12.2015  Nach mehr als vier Jahren ist am Sonntagabend ein gro\u00dfes Missverst\u00e4ndnis zu Ende gegangen. G\u00fcnther Jauch hat sich mit einem letzten Talk aus der ARD verabschiedet. Was einst als Coup begann und den Polittalk im deutschen Fernsehen revolutionieren sollte, endete in einer Geisterfahrt durch die gesellschaftlichen Probleme Deutschlands und der Welt (t-online). <\/p>\n<p>Sein Problem und das von Polittalks, Politiker haben keine Antworten auf die Schuldenkrise und auch nicht auf die damit verbundenen vielen kleinen und gro\u00dfen Probleme, deren L\u00f6sung viel Geld kostet. Seine G\u00e4ste waren anspruchsvoll und wollten Diskussionen \u00fcber Themen auf die es bisher keine politischen Antworten gibt. Sie hofften Antworten zu finden.<\/p>\n<p>Er war mit seinen gesellschaftspolitischen Themen nicht besser oder schlechter als Menschen bei Maischberger, Anne Will oder Stern-TV. Frank Plasberg lie\u00df beim letzten Polittalk in Hart aber fair zu, dass AfD-Chefin  Frauke Petry jede Schuld am Rechtsruck ihrer Partei zur\u00fcckwies. Sie lie\u00df mit ausufernden st\u00e4ndigen Wiederholungen ratlose Zuschauer zur\u00fcck. Plasberg beschwerte sich, \u201edas ist doch keine AfD-Sendung\u201c.<\/p>\n<p>Wo sollten die \u201eJauch\u00b4s\u201c auch ansetzen? In der Literatur im Internet, bei den Staats-und Regierungschefs, \u00d6konomen, Wirtschaftsweisen, Wirtschaftswissenschaftler, Experten und Besserwissern gibt es keine Antworten auf die globalen Krisen. G\u00e4be es Antworten, g\u00e4be es keine Krisen. Dann m\u00fcssten sich Polittalks mit Realpolitik besch\u00e4ftigen und \u00fcber Themen  diskutieren die sie jahrelang verdr\u00e4ngt haben.<\/p>\n<p>Sie und die christlich-demokratischen, christlich-sozialen und liberalen Parteien, haben den Menschen nicht zugeh\u00f6rt. Vor der Bundestagswahl  2013 stimmte die \u00fcberwiegende Mehrheit der Bundesb\u00fcrger f\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung der B\u00f6rsenumsatz- und Verm\u00f6gensteuer, mit deren Abschaffung Kohl, Schr\u00f6der und Merkel auf rund 750 Mrd. Euro Steuereinnahmen verzichten. Sie haben Reichen Steuervorteile zu Lasten des Sozialwesens gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Um das zu \u00e4ndern stimmt die Initiative Agenda 2011-2012 f\u00fcr einen gesetzlichen Mindestlohn von 9,50 Euro ab 2017. 4 Millionen Rentner erhalten Bruttorenten von unter 500 Euro und 5,45 Mio. unter 700 Euro. Es wird f\u00fcr eine Grundrente von 950 Euro, Eheleute je 600 Euro, pl\u00e4diert. In den Niederlanden erh\u00e4lt jeder Rentner 1.050 Euro, Eheleute je 746 Euro, ob sie gearbeitet haben oder nicht. Es wird  f\u00fcr eine Kinder Grundsicherung von 500 Euro pl\u00e4diert.<\/p>\n<p>1,6 Millionen Alleinerziehende, die am meisten gef\u00e4hrdet sind, sollten ein Grundeinkommen von 950 Euro erhalten. Es gibt rund 6,3 Millionen Menschen ohne Job die Regelsatz Leistungen in Anspruch nehmen. Es wird f\u00fcr eine zeitgem\u00e4\u00dfe Anhebung auf netto 979 Euro gestimmt (Armutsgrenze).  Lohnsteuerreform: 10 bis 30 Prozent Steuern bis zum Spitzensteuersatz von 60.000 Euro, ab 60.000 Euro bis 150.000 Euro 40 % ab 150.000 Euro 50 Prozent. Die niedrigen Bez\u00fcge von 13 Mio. Armen sollen  an die Armutsgrenze von netto 979 Euro angepasst werden. Dar\u00fcber sollten Diskussionen stattfinden. <\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011-2012 ist der Zeit weit voraus. Sie bietet ein \u201eKonzept einer Staatsfinanzierung\u201c an, das \u201eWege aus den Krisen\u201c aufzeigt. Sie steht f\u00fcr eine angemessene Beteiligung der Finanzelite an den Kosten des Staates. Bereits im Mai 2010 stellte Agenda 2011-2012 der \u00d6ffentlichkeit  ein Sanierungskonzept  mit einem aktuellen Finanzrahmen von \u00fcber 275 Mrd. Euro vor, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatschulden steht. <\/p>\n<p>Das sind die Themen der Zeit, die den Menschen unter den N\u00e4geln brennen. Polittalks  \u00fcber diese Themen k\u00f6nnten f\u00fcr einen \u00f6ffentlichen Druck auf  Regierung, Unternehmen und Reiche sorgen, um \u00c4nderungen herbeizuf\u00fchren. Der Regierung steht neues Ungemach ins Haus: Nach Zukunftsforschern und Unternehmen werden bis 2040 rund 15 Millionen Arbeitspl\u00e4tze wegbrechen. Wann wird sie diesen Umstand in ihr Kalk\u00fcl einbeziehen?<\/p>\n<p>Union f\u00fcr Soziale Sicherheit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>03.12.2015 Nach mehr als vier Jahren ist am Sonntagabend ein gro\u00dfes Missverst\u00e4ndnis zu Ende gegangen. G\u00fcnther Jauch hat sich mit einem letzten Talk aus der ARD verabschiedet. 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